Austausch zum Strukturwandel

Klaus Krützen (l.) und Marc Herter

„Wir können im Strukturwandel nur Erfolg haben, wenn Land und Bund die Herausforderungen, vor der unsere Region steht, anerkennen und gemeinsam mit den betroffenen Städten handeln. Deshalb ist der Austausch zwischen den Akteuren auf den verschiedenen Ebenen enorm wichtig“, betont Bürgermeister Klaus Krützen. „Mich hat sehr gefreut, dass Marc Herter MdL, der als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion auch den Themenbereich Wirtschaft verantwortet, sich die Zeit genommen hat, um sich vor Ort bei uns in Grevenbroich zu informieren.“

Insbesondere der gleichbleibend hohe Bedarf an zusätzlichen Industrie- und Gewerbeflächen für Unternehmensansiedlungen und –erweiterungen stand dabei im Mittelpunkt. Deutlich wurde auch, dass dabei nicht einseitig auf die Flächen der Kraftwerke gesetzt werden kann. Auch die bislang zur Verfügung stehenden Instrumente für Flächenaktivierung und –entwicklung müssen überdacht werden. Krützen betonte auch die Notwendigkeit infrastruktureller Entwicklung und führte beispielhaft eine verbesserte Bahnanbindung nach Düsseldorf als zwingend zu realisierendes Projekt ins Feld. Einigkeit bestand zwischen Krützen und Herter auch darin, dass die Organisation des Strukturwandels in der Region auf interkommunaler Ebene professionalisiert werden muss.

Krützen betonte auch: „Die ständige Diskussion um den Ausstieg aus der Braunkohle ist völlig unnötig und für die Strukturen vor Ort verheerend. So wird Unsicherheit geschürt, nicht nur bei der Belegschaft von RWE, sondern auch bei vielen anderen Betrieben, die von einer rational geleiteten Energiepolitik abhängen. Ein vorzeitiger, verfrühter Ausstieg aus der Braunkohle, nur, weil es gesellschaftlich en vogue erscheint, wäre eine Katastrophe für die Region, weil wir Zeit brauchen, um den anstehenden Wandel zu organisieren.“

„Bei meinen Besuchen im Rheinischen Revier habe ich mich mit engagierten Bürgermeistern getroffen, die sehr konkrete Vorstellungen für den Strukturwandel in der Region haben“, so Herter nach dem Gespräch mit Bürgermeister Klaus Krützen. „Der Bergbau hat die Region über Jahrzehnte stark gemacht – jetzt geht es darum, diese Stärke für den Strukturwandel zu nutzen. Ich freue mich, den Austausch mit Bürgermeister Krützen fortzusetzen.“