Herter: Stromspar-Projekte zukünftig notwendiger denn je

Marc Herter MdL (2. von rechts) im Gespräch mit Maria-Elisabeth Lang (rechts) vom KSD Hamm und zwei Mitarbeitern des Stromsparchecks.

Stadtwerke wollen mit Verbraucherzentrale beim Projekt „NRW bekämpft Energiearmut“ kooperieren

„Wir haben einen hohen Bedarf an Energieberatung insbesondere bei Menschen, deren finanzielle Möglichkeiten eingeschränkt sind“, umreißt der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Marc Herter das Problem. „Energiearmut wird am besten dadurch bekämpft, dass unnötige Kilowattstunden erst gar nicht verbraucht werden.“

Seine Sommertour durch den Wahlkreis Herter deshalb zum Anlass, den „Stromsparcheck“ zu besuchen. Das gemeinnützige Projekt bietet Menschen, die Sozialleistungen beziehen, eine Möglichkeit, ihre Stromkosten zu senken und wird vom Deutschen Caritasverband in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium bundesweit durchgeführt. Träger in Hamm ist der Katholischen Sozialdienst Hamm in Kooperation mit dem Caritasverband Hamm und des Kommunalen Jobcenters.

Im Gespräch mit Projektkoordinatorin Maria-Elisabeth Lang und zwei Mitarbeitern informierte Herter sich über die Arbeit und Erfolge des Stromsparchecks. „Der Stromsparcheck hilft Menschen mit geringem Einkommen, ihre Energiekosten um bis zu 140 Euro jährlich zu senken und leistet so einen Beitrag zum Klimaschutz. In Hamm sind Projekt sind acht Stromsparhelfer beschäftigt, die zuvor lange Zeit ohne Arbeit waren“, berichtet Herter, der bereits ein Tagespraktikum beim Stromsparcheck absolvierte, von seinem Gespräch. „Ein großartiges Projekt, das nicht nur den Kunden finanzielle Ersparnisse bietet, sondern auch Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnet.“

„Es wurde bereits in über 3000 Haushalten ein Stromspar-Check durchgeführt. Das führt zu einer Reduktion von 5097849 kg CO²für Hamm“, freut sich Maria-Elisabeth Lang, Koordinatorin des Stromsparchecks beim Katholischen Sozialdienst Hamm.

Zugleich kündigt der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Aufsichtsrates der Stadtwerke Hamm an, die Energiesparangebote in Hamm ausbauen zu wollen: „Ich freue mich, dass der Stromsparcheck künftig durch das Landesprojekt ‚NRW bekämpft Energiearmut“ ergänzt wird. Dieses Projekt wird die Stadtwerke Hamm gemeinsam mit der örtlichen Verbraucherzentrale in die Wege leiten.“ Ein entsprechender Letter of Intent wurde in der letzten Woche unterzeichnet. Das Projekt gegen Energiearmut ist eine landesweite Beratungs- und Informationsoffensive zur Sicherung der Energieversorgung einkommensbenachteiligter Haushalte. Die Verbraucherzentrale NRW kooperiert dabei mit den örtlichen Grundversorgern sowie der Caritas. „Die bisherigen Erfahrungen aus anderen Städten haben uns bekräftigt, das Projekt auch in Hamm zu initiieren: bereits über 4.900 Haushalte in ganz NRW konnten mit einer Erfolgsquote von fast 90 Prozent beraten werden“, so Herter. „Mit künftig zwei Stromspar-Projekten sehe ich uns in Hamm gut aufgestellt.“